Am Dienstag habe ich mich zusammen mit Souleymane, Mami, Sidiki, Adam und Amidu auf die Reise nach Manantali gemacht, ein Dorf am Fluss Senegal. Souleymane und seine Schwester Adam sind dort aufgewachsen und wir waren eingeladen, bei ihrer Familie das grosse Fest "Tabaski" zu feiern.
Amidu hat auch Familie in Manantali, Sidiki und Mami waren wie ich zum ersten Mal dort.
Was Den Ort so besonders macht, ist das grosse Stauwerk, dass dort 1992 von Deutschen gebaut wurde.
Es ist eines der groessten Sauwerke Westafrikas und versorgt Mali, den Senegal und Mauretanien mit Strom.
Eigentlich wollten wir schon Dienstag frueh um 4 aufbrechen, da es tagsueber immernoch sehr heiss ist, aber wie immer kam alles anders.. Das Auto hatte ein Problem, so wurde ich erst gegen 10 abgeholt.. Dann waren aber gewisse Einkaeufe noch nicht gemacht und das Gepaeck der anderen musste noch abgeholt werden.. afrikanische Planung! Also waren wir puenktlich um halb 12 zur Mittagshitze bereit zur Abfahrt.
War aber halb so schlimm, da das Auto eine Klimaanlage hat, die zum Glueck sogar funktioniert!
..Duch die belebte Stadt, quirlig, bunt und stinkig, raus auf die Landstrasse richtung Manantali...
Auf einer Anhoehe sahen wir die Stadt noch einmal von oben in ihrem Tal liegen. Ein Schleier von Smog lag ueber Bamako, das in der Hitze flimmerte..
Noch einige Kilometer außerhalb liegen Dörfer, dicht an der Straße gebaut und wenig ästhetisch . Danach geht es immer weiter in die Steppe hinein, Berge heben sich aus der Landschaft, Büsche und Bäume ziehen an einem vorbei und ein niemals enden wollender Horizont verschmilzt mit dem tiefen Blau des Himmels. Nur hier und da schwebt eine Wolke vorbei, die Regenzeit ist vorüber und es ist staubig und heiß.
Nach etwa 200 Km ist Kita erreicht, eine Kleinstadt in der wir eine Pause einlegen um zu tanken, kühle Getränke zu beschaffen und uns die Beine zu vertreten. Der angenehmere Teil der Reise liegt jetzt hinter uns, der abenteuerliche vor uns. Ca. 50 Km nach Kita biegen wir in einem kleinen Dorf auf eine Piste ab, die weder geteert, noch regelmäßig bearbeitet und von den Regengüssen der vergangenen Zeit stark mitgenommen ist. Am Wegesrand hält uns ein Mann an und drückt uns ein Bündel in die Hand und bittet uns, es bei seiner Familie in Manantali abzugeben.
Die rote Erde staubt hinter uns auf. Links und rechts die Wildnis in sattem Grün, für unser Auge undurchdringlich versteckt sie ihre Geheimnisse zwischen Blättern und Zweigen. Hin und wieder öffnet sie sich und gibt weite Flächen mit mannshohem, vergilbtem Gras frei, das aus verbrannter Erde waechst. Inmitten der verbrannten Flächen stehen verkohlte Baumgerippe und bilden einen starken Kontrast zur lebendigen Wildnis, die sie umgibt. Ich schließe die Augen und atme tief ein. Der Geruch der Steppe ist edel, die feuchte Luft trägt ihn durch das offene Fenster zu mir.
Durchgeschüttelt und etwas angeschlagen kommen wir in einem kleinen Dorf an. Wir halten, um uns kurz zu erholen, die Hälfte der Piste haben wir bereits hinter uns gelassen. Neugierige Kinder und ein Greis bilden eine kleine Gruppe, um mich zu beobachten. Sicher ist es eine Seltenheit, dass eine weiße Frau in ihr Dorf kommt und ich bin es mittlerweile auch gewöhnt neugierig angestarrt zu werden. Also beschließe ich, ihnen eine kleine Freude zu bereiten und sie auf Bambara zu begruessen:
Aw ni tile! Somogow?
Der Alte schenkt mir ein überraschtes Lächeln und die Kids kreischen und lachen vor Begeisterung. Eine nette Szene inmitten eines ruhigen Dorfes, in dem die Kohlefeuer brennen und die Soßen köcheln und einen köstlichen Duft verbreiten. Ein riesiger Baum steht am Wegesrand durch dessen Blätter die Sonne blinzelt, die nun tiefer am Himmel steht und das Dorf in goldenes Licht taucht.
Und weiter geht’s. Immer wieder begegnen wir Menschen am Wegesrand, die ihre Ernten nach schwerer Arbeit nachhause tragen. Überall im Busch sind kleine Dörfer versteckt, die sich nur durch kleine Trampelpfade vermuten lassen. Plötzlich sticht ein mittelgroßes Warzenschwein aus dem Gebüsch und rennt eine Weile quiekend vor unserem Auto her, bis es einen Haken schlägt und verschwindet.
Bald neigt sich die Sonne dem Horizont entgegen und huellt die Wildnis in ein warmes Licht, dass den roten Sand noch roeter und das Gruen der Vegetation noch gruener werden laesst.. eine wunderschoene Stimmung. Der Himmel verwandelt sich von blau zu rot.. Es ist schwer, nicht an Walt Disneys "Koenig der Loewen" zu denken, das meine Vorstellung von der Afrikanischen Savanne in meiner Kindheit gepraegt hat. Schon damals habe ich mir vorgstellt, wie der Kontinent wirklich aussieht und welche Geheimnisse und alte Geschichten er birgt und jetzt, fast 20 Jahre spaeter bin ich hier und fahre dem Sonnenuntergang entgegen, der nur hier im Busch diese grossen Geheimnisse vermuten laesst..
Bald neigt sich die Sonne dem Horizont entgegen und huellt die Wildnis in ein warmes Licht, dass den roten Sand noch roeter und das Gruen der Vegetation noch gruener werden laesst.. eine wunderschoene Stimmung. Der Himmel verwandelt sich von blau zu rot.. Es ist schwer, nicht an Walt Disneys "Koenig der Loewen" zu denken, das meine Vorstellung von der Afrikanischen Savanne in meiner Kindheit gepraegt hat. Schon damals habe ich mir vorgstellt, wie der Kontinent wirklich aussieht und welche Geheimnisse und alte Geschichten er birgt und jetzt, fast 20 Jahre spaeter bin ich hier und fahre dem Sonnenuntergang entgegen, der nur hier im Busch diese grossen Geheimnisse vermuten laesst..
Raus aus Bamako..
Kurz vor Kita
Das kleine Dorf in Mitten der Malischen WildnisIn den Sonnenuntergang fahren...
..Den 2. Teil des Reiseberichts gibt es morgen oder Mittwoch.. Adieu