Montag, 7. Februar 2011

07.02.2011

Anna an Erde!
Nein! Ich bin nicht verschollen, hab nur zu viel erlebt und zu wenig Zeit gehabt, das Alles aufzuschreiben..
Nun wage ich mich an die Bearbeitung meines vernachlaessigten  Blogs und frage mich ernsthaft, wie ich das in den 6 Wochen, die ich denn jetzt nur noch hier bin, alles aufholen kann.. Ich versuchs einfach mal und hoffe, ich habe meine Leserschaft noch nicht vollstaendig verloren..

..Eigentlich muesste ich jetzt den 3. Teil meines Reiseberichts ueber Manantali schreiben, aber das liegt nun schon eine Ewigkeit zurueck und ich befuerchte, ich bekomme das alles auch nicht mehr zusammen.
Aber ich kann euch beruhigen, was jetzt kommt, ist sicher noch viel spannender, als es Manantali je haette sein koennen..
Was ich noch im Kopf habe, ist der Schwarm Flughunde, der am Tag unserer Abreise von Manantali, frueh morgens um 5, in der Daemmerung ueber unsere Koepfe hinweg flog. Die Augen nach oben gerichtet, an diesen Schwarz, blau, rosigen Himmel, an dem sich die hellsten Sterne noch abzeichneten, sahen die Flughunde aus wie ein Schwarm Rochen, die duch ein grosses Meer fliegen, die Bewegung so sanft und gemaechlich, kurz mochte man meinen, man sitze am Meeresgrund, in einer verzauberten Welt..

Das darauffolgende Event war der Weihnachtsmarkt..
Weihnachten..Noch nie konnte ich es so ignorieren, wie hier in Mali. Hier und da ein blinkender,  Fahrrad fahrender Weihnachtsmann oder Weihnachtsstern liessen es in mein Bewusstsein zurueckschnellen: ach ja, weihnachten! ..und eben so schnell war es wieder vergessen..
Zu Weihnachten gehoeren nunmal Schnee, Kaelte, Shopping-stress und vorallem nervige Weihnachtslieder, die aus allen Richtungen schallen. Dieses Jahr war das ganz anders und ich habe es sehr genossen!

Eine Woche vor dem Weihnachtsmarkt war noch nichts gebastelt, was man haette verkaufen koennen und so wollten sich alle schon auf den Verkauf von Wasser einigen, aber das war mir zu substanzlos. Da fiel mir ein, wie ich im kindergarten gelernt habe, mit geringem aufwand, St. Martins-Laternen zu basteln und hielt das fuer eine gute Idee.. Ich fand ein paar Interessentinnen und los ging der bastel-Marathon!
Luftballon aufblasen, Kleister anruehren, bunten Stoff in kleine Fetzen Schneiden, Luftballon einkleistern und Stoff drauf kleben. Trochnen lassen, Ballon zerstechen, oben gerade abschneiden und an einer Schnur aufhaengen. Fertig! Das sah dann so aus:




..Zusaetzlich haben wir noch Perlen-Armbaender gemacht und haben noch kleider aus der Naeherei verkauft. damit konnten wir uns dann stolz auf dem Weihnachtsmarkt praesentieren..
Der Weihnachtsmarkt in Bamako erinnert eigentlich an ein Riesiges Sommerfest. Im Garten des "Palais de culture" ist es schattig, die hohen Baeume hindern die Sonne daran, die Besucher zu braten.. Es war trotzdem noch seeehr heiss. Die Bratwurst hat aber genauso gut geschmeckt, was ich nun wirklich nicht erwartet haette! ;-)
Neben die vielen Staenden gab es auch schoene Unterhaltung. Musik, Tanz, Marionetten-Theater und "Kinder-disko". Das schoenste war daran, dass sich "Weisse" und "Schwarze" gemischt haben, so, wie man es in Bamako sonst nie erlebt.. Da erst wurde mir bewusst, wieviele "Toubabous" in Bamako leben!


Weihnachtsmarkt


Unser Stand


Marionetten-theater


Montag, 6. Dezember 2010

06.12.2010

Reisebericht, Teil 2..

..Als wir Manantali erreicht hatten, war die Sonne schon untergegangen. Eine Serpentinenstrasse fuehrte uns ins Tal, in dem das friedliche Dorf liegt. die kleinen Straesschen waren belebt von Tee kochenden, Zigaretten verkaufenden, palavernden Menschen und spielenden Kindern.
Wir waren alle sehr muede und erschoepft von den letzten turbulenten Kilometern und lissen uns im Hotel in die Sessel fallen, ohne noch viel zu sprechen. Wir hatten einen Bungalow gemietet, der mit Kueche, einem Bad und 4 Zimmern ausgestattet war, bald hatte jeder sein Bett gefunden und wir schliefen fest und lange, bis uns die Abenteuerlust in den Tag lockte.
Zuerst besuchten wir Souls und Adams Eltern, die auf einem kleinen Gehoeft im Dorfinneren wohnen. Sie sind beide schon sehr alt und so wurde es ein kurzer Besuch der wenigen Worte. Aber das war erst der Anfang! Da es als unhoeflich verstanden wird, wenn man in sein Dorf kommt und nicht alle Familien begruesst, die man kennt, haben wir den halben Tag damit verbracht, von Hof zu Hof zu ziehen. Das funktioniert so: Man tritt ein, begruesst sich mit den langen Begruessungsformeln wie: Aw ni tile! -nsee, aw ni tile!- Somogow  be di? -Tooro si te!- Here bi la wa? -Owo, here doron.... und so weiter.. "Guten Tag! -jaa, guten Tag! - Wie geht es den Deinen? -Alles gut!- Ist Frieden auf deinem Weg?- Ja, es herrscht immer Frieden!.. Dann werden mindestens 5 Segenssprueche ausgetauscht: Allah ka hine a la! Allah ka hine baara ke! Allah ka hine sugu la!.. Allah wird dir helfen, Allah ist mit dir bei der Arbeit, Allah ist mit dir auf dem Markt.. Darauf wird immer mit Amiina! geantwortet (Amen).. Bis man die Familienoberhaeupter damit durch hat vergehen 5-10 Minuten, dann wird einem ein Stuhl angeboten, man setzt sich und haelt kurzen Smalltalk, danach geht es weiter. Wir waren bei ca 15 Familien, haben  Stunden gebraucht und haben uns im Endeffekt nicht viel gesagt. Das ist auch nicht wichtig, Hauptsache, man hat sich besucht. Alle Familien waren bereits dabei die am Vormittag gschlachteten Hammel auseinanderzunehmen, untereinander aufzuteilen und zu grillen, ueberall waren Blutlachen, abgezogene Felle hingen ueber  Zaeunen und Strauchern, die in den kommenden Tagen im ganzen Dorf  den Geruch von Verwesung verbreiten sollten.. Die Felle werden dann wiederum verkauft und zu Trommeln verarbeitet. Hier ein paar Fotos:


Bei Familie Maiga: Mama, Anna, Souleymane, Papa


Schon etwas erschoepft bei einer der Familien. Rechts neben mir sitzt der selbsernannte Philosoph Manantalis :-) Er ist wirklich schlau und hat mir viel ueber dei Traditionen erzaehlt, das war interessant


Verteilen des Hammelfleisches


Bei einer von Souls Schwestern


Souls Papa, seine Schwester Adam und ein Onkel


Nach dem wir wieder ins Hotel zurueck gekehrt sind und uns bei Speis, Trank und einem kleinen Nickerchen erholt hatten, machten wir uns schick (Mami und ich) um in eine Bar zu gehen, Bier zu trinken, Tischtennis und Billiard zu spielen.. und ich hatte es hier mit absoluten Anfaengern zu tun!!
Mami hatte zum ersten mal einen Tischtennisschlaeger in der Hand und so fing das Match zimlich chaotisch an. Aber da Mami sehr ehrgeizig ist, liess sie sich den Schlaeger nicht aus der Hand nehmen, bis sich erste Erfolge zeigten. Das ist selten, vorallem bei malischen Frauen. Meistens geben sie schnell auf, wenn ihnen was neu ist und nicht gleich gelingt, aber Mami ist anders. Sie wollte auch unbedingt lernen wie  man Baendchen knuepft.. Nach 1 1/2 Stunden war sie schon richtig gut! Das hat mich beeindruckt.. Sidiki beim Billiard zuzuschauen war auch sehr amuesant :-) auch er hat zuvor noch nie Billiard gespielt, aber er hatte grosses Anfaengerglueck! Um ein Haar haette er mich sogar besiegt! 
So fing der Abend lustig an und ich war gerade richtig in Fahrt, als wir in die Dorfdisco von Manantali aufbrechen sollten. Ich wollte mich erst garnicht losreissen, da ich gerade einen Super Tischtennis-Gegner gefunden hatte, aber die Mehrheit hat mich dann ueberstimmt. Puh, die Disco war voll und es war heiss und laut. Afrikanische Beats und um die 300 jungen Menschen, die wild dazu tantzten. Danach war mir nicht zumute, da ich mich nicht so toll zur afrikanischen Musik bewegen kann, ganz im Gegensatz zu den Afrikanerinnen.. Ja, da hab ich dann auf einmal Komplexe, aber es ist auch nicht schoen, sich beim Tanzen unwohl zu fuehlen und dann noch von allen angestarrt zu werden. Ist ungefaehr genau so peinlich, wie zum Tanz aufgefordert zu werden und zu verweigern, aber mir ist letztere Variante dann doch lieber.. Als haette der DJ das gemerkt, legte er ein bisschen Hip hop auf und schon habe ich die Tanflaeche erobert (das koennen die Afrikanerinnen naemlich nicht so gut tanzen ;-D) Irgendwann war Souley etwas angetrunken und wir entschieden es sei besser, wieder ins Hotel zu fahren.. War ein schoener Abend, viele nette Leute, natuerlich und froehlich.  Das Nachtleben war fuer ein Dorf erstaunlich belebt, aber ganz anders als in Bamako natuerlich..


Beim "schick machen": Ich mach Mami die Haare..



...Mami macht mir die Haare


Mami beim Tischtennis...


..Ich beim Tischtennis! (Sichtlich amuesiert)




Dorfdisco bei Tag...



..Dorfdisco bei Nacht



Mami beim Tanzen..                                                     "kleiner Jackson" beim Tanzen

..Am naechsten Tag war Fischmarkt. Fisch is ja nicht so meins.. aber die Anderen waren ganz wild drauf! Waere auch eine Schande, in Manantali keinen Fisch zu essen, wo es doch direkt am Fluss liegt..
Die Fische haben zum Teil noch gelebt, als sie bei den Haendlern auf den Tischen lagen und haben scchwer nach Luft gerungen.. Diese Tierquaelerei hat mein Herz beruehrt, aber es war schon lange kein neuer Anblick mehr fuer mich. Die Malier -und ich denke die Afrikaner im allgemeinen- sind im Bezug auf Tiere nicht gerade sensibel, aber dieses Thema moechte ich jetz nicht unbedingt ausfuehren..
Da ich aber- zum Unverstaendnis aller Anderen- keinen Fisch zum Abendessen wollte, musste fuer mich eine Alternative gefunden werden.. Also kauften wir noch ein "Poullet" fuer mich ein, natuerlich noch lebendig. Das wurde dann lieblos in den hinteren Teil des Wagens geschmissen, mit den Worten "das ist jetzt dein Zimmer".. Ich habs dann auf den Schoss genommen und gestreichelt, was fuer meine Freunde ein bizarres Bild gewesen sein muss.. "Streichelst du dein Essen vorher immer?"
Da es aber auf dem Dorf so ist, dass kein Tier getoetet werden darf, ohne dass es vorher seinen "Segen" bekommt, brachten wir es zu Souleymans Vater, der den Segen aussprechen und ihm die Kehle durchschneiden sollte.. Er ist kein Mann der Worte, wie gesagt, er ist schon sehr alt.. aber als wir mit dem Poullet ankamen, schwang er sich fast jugendlich aus dem Sessel und wusste sofort, was zu tun war.. Ich wollte erst nicht zuschauen, aber dachte, dieses Tier stirbt schliesslich fuer mich, also kann ich auch nicht so tun, als waere das so grausam.. Ich dachte daran, wie abstrakt ein Huehnchen im Kuehlregal aussieht, garnicht wie etwas, das einmal lebte.. und dass die Massentierhaltung die bei uns ueblich ist, ein viel groesseres Verbrechen ist, als die Art, hier ein Tier zu schlachten. Es wird schliesslich auch gegessen! ..Es gluckste verzweifelt, als er das Messer ansetzte und gab noch lange Geraeusche von sich, als das Blut schon in Stroehmen floss.. Das tat mir so leid, aber es war zu spaet und nach ein paar Stunden war aus dem Poullet mein Abendessen geworden...
Souley hat es spaeter mit heissem Wasser uebergossen und gerupft, anschliessend in Zeitungspapier eingewickelt und es angezuendet, um es fuer den Kocktopf vorzubereiten.. Gekocht hat Mami, sie ist eine hervorragende Koechin! Zum Fisch und dem Poullet gabs Gebackene Bananen (Aloco) und eine feine Sosse....


Fische, Fische, Fische...




Sidiki und sein Fisch




Fischverkaeuferin




Poullet. das guckt schon so traurig :-(



..da ists bereits geschehn..



Und das hat Mami daraus gezaubert! (nichts fuers Auge, zugegebenermassen, aber das war sooooo lecker! Poullet, Bananen, Zwiebeln)


..Am naechsten Tag war die grosse Besichtigung des Stauwerks, aber es ist schon spaet geworden und ich muss mal ins Bett! Geh naemlich morgen frue zum Sport und da muss ich fit sein! ;-)
Der 3. Teil des Reiseberichts kommt dann an einem anderen Tag.. Ich hoffe, ich komme morgen dazu, denn am Samstag war Weihnachtsmarkt, darueber wollte ich auch noch schreiben und uebermorgen kommt mich mein Schwersterherz bereits besuchen!! Das wird fein, ich freu mich schon sooooo!!
Gute Nacht

Montag, 22. November 2010

22.11.2010

..Heute gibt es einen kleinen Reisebericht.
Am Dienstag habe ich mich zusammen mit Souleymane, Mami, Sidiki, Adam und Amidu auf die Reise nach Manantali gemacht, ein Dorf am Fluss Senegal. Souleymane und seine Schwester Adam sind dort aufgewachsen und wir waren eingeladen, bei ihrer Familie das grosse Fest "Tabaski"  zu feiern.
Amidu hat auch Familie in Manantali, Sidiki und Mami waren wie ich zum ersten Mal dort.
Was Den Ort so besonders macht, ist das grosse Stauwerk, dass dort 1992 von Deutschen gebaut wurde.
Es ist eines der groessten Sauwerke Westafrikas und versorgt Mali, den Senegal  und Mauretanien mit Strom.
Eigentlich wollten wir schon Dienstag frueh um 4 aufbrechen, da es tagsueber immernoch sehr heiss ist, aber wie immer kam alles anders.. Das Auto hatte ein Problem, so wurde ich erst gegen 10 abgeholt.. Dann waren aber gewisse Einkaeufe noch nicht gemacht und das Gepaeck der anderen musste noch abgeholt werden.. afrikanische Planung! Also waren wir puenktlich um halb 12 zur Mittagshitze bereit zur Abfahrt.
War aber halb so schlimm, da das Auto eine Klimaanlage hat, die zum Glueck sogar funktioniert!


..Duch die belebte Stadt, quirlig, bunt und stinkig, raus auf die Landstrasse richtung Manantali...
Auf einer Anhoehe sahen wir die Stadt noch einmal von oben in ihrem Tal liegen. Ein Schleier von Smog lag ueber Bamako, das in der Hitze flimmerte..


Noch einige Kilometer auĂźerhalb liegen Dörfer, dicht an der StraĂźe gebaut und wenig ästhetisch . Danach geht es immer weiter in die Steppe hinein, Berge heben sich aus der Landschaft, BĂĽsche und Bäume ziehen an einem vorbei und ein niemals enden wollender Horizont verschmilzt mit dem tiefen Blau des Himmels. Nur hier und da schwebt eine Wolke vorbei, die Regenzeit ist vorĂĽber und es ist staubig und heiĂź.
Nach etwa 200 Km ist Kita erreicht, eine Kleinstadt in der wir eine Pause einlegen um zu tanken, kĂĽhle Getränke zu beschaffen und uns die Beine zu vertreten. Der angenehmere Teil der Reise liegt jetzt hinter uns, der abenteuerliche vor uns. Ca. 50 Km nach Kita biegen wir in einem kleinen Dorf auf eine Piste ab,   die weder geteert, noch regelmäßig bearbeitet  und von den RegengĂĽssen der vergangenen Zeit stark mitgenommen ist. Am Wegesrand hält uns ein Mann an und drĂĽckt uns ein BĂĽndel in die Hand und bittet uns, es bei seiner Familie in Manantali abzugeben.
Die rote Erde staubt hinter uns auf. Links und rechts die Wildnis in sattem GrĂĽn, fĂĽr unser Auge undurchdringlich versteckt sie ihre Geheimnisse zwischen Blättern und Zweigen. Hin und wieder öffnet sie sich und gibt weite Flächen mit mannshohem, vergilbtem Gras frei, das  aus verbrannter Erde waechst. Inmitten der verbrannten Flächen stehen verkohlte Baumgerippe und bilden einen starken Kontrast zur lebendigen Wildnis, die sie umgibt. Ich schlieĂźe die Augen und atme tief ein. Der Geruch der Steppe ist edel, die feuchte Luft trägt ihn durch das offene Fenster zu mir.
DurchgeschĂĽttelt und etwas angeschlagen kommen wir in einem kleinen Dorf an. Wir halten, um uns kurz zu erholen, die Hälfte der Piste haben wir bereits hinter uns gelassen. Neugierige Kinder und ein Greis bilden eine kleine Gruppe, um mich zu beobachten. Sicher ist es eine Seltenheit, dass eine  weiĂźe Frau in ihr Dorf kommt und ich bin es mittlerweile auch gewöhnt neugierig angestarrt zu werden. Also beschlieĂźe ich, ihnen eine kleine Freude zu bereiten und sie auf Bambara zu begruessen:
Aw ni tile! Somogow?
Der Alte schenkt mir ein ĂĽberraschtes Lächeln und die Kids kreischen und lachen vor  Begeisterung. Eine nette Szene inmitten eines ruhigen Dorfes, in dem die Kohlefeuer brennen und die SoĂźen köcheln und einen köstlichen Duft verbreiten. Ein riesiger Baum steht am Wegesrand durch dessen Blätter die Sonne blinzelt, die nun tiefer am Himmel steht und das Dorf in goldenes Licht taucht.
Und weiter geht’s. Immer wieder begegnen wir Menschen am Wegesrand, die ihre Ernten nach schwerer Arbeit nachhause tragen. Ăśberall im Busch sind kleine Dörfer versteckt, die sich nur durch kleine Trampelpfade vermuten lassen. Plötzlich sticht ein mittelgroĂźes Warzenschwein aus dem GebĂĽsch und rennt eine Weile quiekend vor unserem Auto her, bis es einen Haken schlägt und verschwindet.


Bald neigt sich die Sonne dem Horizont entgegen und huellt die Wildnis in ein warmes Licht, dass den roten Sand noch roeter und das Gruen der Vegetation noch gruener werden laesst.. eine wunderschoene Stimmung. Der Himmel verwandelt sich von blau zu rot.. Es ist schwer, nicht an Walt Disneys "Koenig der Loewen" zu denken, das meine Vorstellung von der Afrikanischen Savanne in meiner Kindheit gepraegt hat. Schon damals habe ich mir vorgstellt, wie der Kontinent wirklich aussieht und welche Geheimnisse und alte Geschichten er birgt und jetzt, fast 20 Jahre spaeter bin ich hier und fahre dem Sonnenuntergang entgegen, der nur hier im Busch diese grossen Geheimnisse vermuten laesst..


Raus aus Bamako..




Kurz vor Kita






Das kleine Dorf in Mitten der Malischen Wildnis



In den Sonnenuntergang fahren...



..Den 2. Teil des Reiseberichts gibt es morgen oder Mittwoch.. Adieu






Montag, 1. November 2010

01.11.2010

...eigentlich sollte ich ja schon laengst schlafen, aber ich kann es noch nicht!!
Bin immernoch total aufgeregt...
Am Sonntag hatten wir ein grosses fest im centre, die beiden dorfchefs und der "Lions Club Bamako" waren eingeladen und haben uns grosszuegige spenden mitgebracht..


Lions Club Bamako



Grosszuegige Lebensmittelspende


..Eigentlich sollte Oumou Sangare kommen, eineder bekanntesten Saengerinnen Malis/Westafrikas. Sie wohnt in Bamako und besitzt ein Hotel in der naehe meines Quartiers.
Ich selbst habe sie schon auf "Jazz auf dem Bauernhof" gesehen, 2009. (Papa, Mama, ihre Cd haben wir auf unserer letzten Italien-reise gehoert, koennt ihr euch erinnern?) 
Hier in Bamako war ich auch auf einem Konzert, aber da war sie gaaaanz weit weg. Ich wuerde schon sagen, dass ich ein Fan von ihr bin und war deswegen total aufgeregt, wann sie nun endlich kommt! Aber das Fest war vorbei und von Oumou keine Spur.. Heute kam Maimouna zu mir, ein Freulein der frecheren Sorte und meinte, Mariam komme spaeter mit Oumou vorbei. Ich habe es ihr nicht geglaubt, bis ich um halb 10 von lautem Maedchengeschrei und Gesang aus meinem Zimmer gelockt wurde.. Oumou Sangare war zu uns ins Centre gekommen!! Ich war total aus dem Hauschen und furchtbar aufgeregt!! Sie besichtigte die zimmer der Maedchen und unsere oeffentlichen Raeume. Die Schneiderei, den Computerraum und die Bibliothek, dann habe ich ihr stolz mein Zimmer gezeigt, das ich heute zum glueck blitzeblank geputzt habe. Sie sagte: "Oh Anna, du hast es aber schoen hier, ich bin beeindruckt!"


Oumou und Mariam vor meinem Zimmer


Sie ist ein Weltstar, ohne Zweifel, sie kam zwar mit einem Hummer deswegs gefahren und war in zahlreicher begleitung, aber sie war uns gegenueber sehr aufgeschlossen, kein hauch von ueberheblichkeit.
Anschliessend haben die Maedels ihre Koreographie zu einem Lied Oumous, die sie extra einstudiert hatten, aufgefuehrt. Oumou hat freudentraenen geweint, meines erachtens eher aus theatralik, aber den maedels hat es sehr gefallen, vorallem, weil sie mit 50 000 FCFA (ca 80 Euro) belohnt wurden und das ist eine Menge geld!!!
Anschliessend machten wir noch ein Gruppenfoto und dann noch eins von Oumou und mir ganz allein!


Vielleicht sieht man mir meine nervositaet an, ich fuehlte mich wie ein teenie, der sein Idol treffen durfte, im nachhinein finde ich es auch ein bisschen uebertrieben, aber ich liebe ihre musik und es ist mir eine grosse ehre, sie kennengelernt zu haben. Ein Sommermaerchen!

Hier einer meiner Lieblingstracks:
OUMOU SANGARE - Iyo Djeli


So, genug der Huldigung..

Am Freitag hatten die Maedels nochmal ihre koreographie geuebt und danach war PARTY! ;-)
Leider kann ich kein Video Posten, die Maedels haben einen Dance drauf, da ziehts einem den Boden unter den Fuessen weg! Man bemerke, keine ist aelter als 16 Jahre alt...

Dance



Das ging bis Mitternacht, wir hatten eine Menge Spass.. I love my girls...

Am Samstag war ich mit Freunden aus, hatten wie immer einen riesen Spass, nicht zuletzt als wir aufbrachen und einfach feststeckten, weil der ganze verkehr stand, nichts ging mehr, nicht vor und nicht zurueck. es dauerte eine halbe stunde, bis wir wieder vorwaerts kamen.. sowas muss man erleben, auch dafuer liebe ich bamako und die Malier, wie cool und gelassen sie sich in solchen situationen verhalten und sich auf keinen fall die laune verderben lassen.. wir haben so gelacht!


Zum Schluss wollte ich euch noch schnell zu bedenken geben, warum der Yogourt hier so viel besser schmeckt: Hier strengen sich die Kuehe wenigstens noch an! bleibt nur noch eine frage offen: links oder rechts-drehend?



Ach ja... und... happy Halloween!



bis bald






Donnerstag, 28. Oktober 2010

28.10.2010

..Lang ists her.. die Gruende, weshalb ich nicht mehr so viel schreibe:
Die erste Begeisterungswelle ist abgeflacht, der Alltag eingekehrt. Immernoch ist alles neu, aber mein Mitteilungsbeduerfnis ist nicht mehr so stark. ich fuehre auch kein Tagebuch mehr, verbringe meine freie Zeit am liebsten mit lesen, was meine Eltern jetzt vielleicht ueberraschen wird.. bin zu einer richtigen Leseratte geworden!
Aber es kamen doch ein paar Beschwehrden und ich fuehle mich verpflichtet, mal wieder was preis zu geben.
Mittlerweile bin ich sehr selbststaendig geworden, bewege mich auch gerne mal allein durch Bamako und spuehre die Freiheit noch ein Stueckchen mehr. Wenn ich Lust auf ein Kilo Bananen und Wassermelonen habe, zieh ich selber los und verhandle. Ins Fitnessstudio, zum Supermarkt oder zu einem Treffpunkt fahre ich mit dem Taxi - Hand raus und Preis verhandeln. Will einer mehr als angemessen ist, schicke ich ihn weiter. Das, was ich mir immer so schwer vorgestellt hatte, ist nun ganz leicht und die Selbststaendigkeit tut mir gut, da ich auch grossteils gute Erfahrungen und nette Bekanntschaften mache.
Ein Weisser bleibt aber leider nunmal ein Weisser und somit eine Attraktion. Das ist etwas, das mich ein bisschen runterzieht.. Man wird nie als gleichgestellt betrachtet, in der Oeffentlichkeit fuehle ich mich in meiner Haut wie in einem neongelben Leuchtanzug, unmoeglich nicht wahrgenommen zu werden. Ich habe es aufgegeben, auf groessere Maerkte zu fahren.. drueberschlaendern und sich in Ruhe die vielen schoenen Dinge ansehen? Unmoeglich! Staendig ist man umgeben von feurigen Haendlern, die dir ihre Ware um den Has haengen, in die Hand druecken und dich mit beschwoererischen, blitzenden Augen davon ueberzeugen wollen, dass ihre unerhoerten Preise Freundschaftspreise sind, dass die schlechte Qualitaet "handgemacht" oder "original" ist und machen mir Komplimente, waerend ihnen aus den Augen abzulesen ist, dass sie mich verfluchen werden, weigerte ich mich, etwas zu kaufen. Es gibt ein Sprichwort in Mali: "Toubabou na na, wari na na", was so viel heisst wie: "Kommt ein Weisser, kommt das Geld". Ich weiss, dass diese Menschen davon leben, ihre Ware zu verkaufen und dass sie arm sind, unvorstellbar arm.. aber ich kann nicht jedem etwas abkaufen und mich dabei maechtig uebers Ohr hauen lassen, das fuehlt sich scheisse an.

Am letzten Wochenende hab ich mich mit Freunden mal ins african night-life geschmissen.. Wir sind in eine Disco gefahren und haben die ganze Nacht getanzt! Das nachtleben hier unterscheidet sich fast in allen Punkten von dem in der Heimat. Hier ist jeder offen fuer den Anderen, zu 100 Prozent bereit, neue Bekanntschaften zu schliessen. Alkohol ist fast garnicht im Spiel, man amuesiert sich einfach so, ohne am Ende als Rauschkugel zu keinem Gespraech mehr faehig zu sein. Und Tanzen kann hier jeder! Niemand steht in der Ecke und starrt auf die Tanzflaeche, kaempfend mit seiner Unsicherheit, sich dem Spass auch hinzugeben. "ich bin noch zu nuechtern, um zu tanzen"- Mit dem Satz trifft man hier wahrscheinlich eher auf verwirrte Blick, als auf Verstaendnis. Auch wenn die Musik nicht immer ganz meinen Geschmack getroffen hat, konnte ich mich auf meinem Sitz nicht mehr still halten, der Bann war gebrochen. Hier ist keiner der Blicke pruefend oder sogar abwertend, jeder darf sein wie er ist und ploetzlich steht der Ausgelassenheit nichts mehr im Wege. Das war eine schoene Erfahrung!

Hm..es ist 23.00 Uhr und ich will noch ein bisschen lesen, also hoere ich an dieser Stelle mal wieder auf..
A bientot

Donnerstag, 7. Oktober 2010

07.10.2010

es ist viel passiert...

meine krankheit ist auskuriert, ein hefepilz hat mir zu schaffen gemacht, nichts schlimmes, aber doch sehr unangenehm..
Paul, ein deutscher hatte mich fuer 2 tage zu sich nachhause eingeladen, um mich ein bisschen auszuruhen. in der tat war es sehr ruhig bei ihm und auch sehr gemuetlich. zwar wohnt er schon seit 2 jahren in diesem haus, aber es sieht immernoch so aus, als waere er gerade erst eingezogen. im wohnzimmer stehen ein dutzend kisten in der ecke, die unberuehrt zu sein scheinen. der kuehlschrank gibt nicht viel her, da sich paul nie was kocht, immer essen geht oder sich einladen laesst.
die beiden hunde cappi und rambo waren anfangs nicht begeistert, dass ich bei paul wohne, aber jeder weiss, womit man sich die sympathie eines hundes erschleichen kann: mit wurst. eine scheibe wurst fuer jeden der beiden und der haussegen war gesichert.

hier wohnt paul:



Cappi:


Rambo:



Am samstag sind wir dann, wie jeden samstag, zu uschi, einer hier verheirateten, deutschen aerztin gefahren, nachdem wier die labor-auswertungen abgeholt hatten.
sie wohnt in einer wohnung, die ganz nach ostdeutschem stil eingerichtet ist. paul und lamine, ihr neffe, essen jeden samstag gemeinsam bei ihr zu mittag. das erste mal, als ich dabei war, gab es schnitzel mit kartoffelsalat und pudding zum nachtisch. letzten samstag gab es rind mit "pommes", zum nachtisch joghurt mit pfirsich. seeeehr lecker! nachdem ihre haushaltshilfe abgeraumt hatte, gabs jakobskaffe, schogetten und giotto.. hm, ja tatsaechlich fuehlte man sich nicht gerade wie in afrika.. aber als sich draussen ploetzlich der himmel verdunkete und ein wind ums haus fegte, als haette jamand einen riesigen ventilator aufgestellt, wurde man sehr schnell wieder daran erinnert, wo man war.
als ich auf den balkon ging beobachtete ich am horizont, wie eine riesige staubwolke ueber dem benachbarten viertel hochwirbelte und auf uns zu flog. ich hatte gerade noch die gelegenheit ein foto zu machen, bevor auch ich mitten im staub stand und die flucht in die stube ergreifen musste. draussen konnte man keinen meter weit mehr schauen und drinnen war es bereits so dunkel, dass uschi licht machen musste. doch bald sassen wir im dunklen, als auch noch der strom ausfiel.
War ich froh, nicht gerade auf einem roller im mittaeglichen verkehr zu sitzen, das haette sehr unangenehm und gefaehrlich werden koennen....




Am sonntag war verteilung der schulsachen an die maedchen.
riesige kisten mit gespendeten heften, stiften, linealen, radiergummis,... wurden angeschleppt und gerecht verteilt. Mariam hat das in die hand genommen, meine "chefin", wenn man so will. sie geht sehr liebevoll und geschickt mit den maedchen um und hat die mutterrolle  gut drauf.
Auch hiervon gibts fotos:




Jetzt Kann die schule beginnen!

Am montag begann der schul-alltag fuer die maedchen. mittags kommt ein grossteil von ihnen zurruck ins zentrum um zu essen. danach gehen sie wieder zur schule, zum nachmittags-unterricht.

Abends wurde ich auch gleich zum ersten mal vor eine aufgabe gestellt, die es fuer mich zu loesen galt. eines der maedchen kam zu mir und bat mich, mit ihr zu kommen, eines der anderen maedchen sei krank. als ich in ihrem zimmer war, lag sie auf ihrem bett und weinte bitterlich, vor schmerzen. sofort fasste ich ihr an die stirn, die sich gluehend-heiss anfuehlte. Malaria?
ich rief sofort mariam an, die jemanden vorbei schicken wollte. die Maedchen sagten mir, es gaebe ein hospital, ganz in der naehe, also machten wir uns gleich auf den weg.
Ein sehr freundlicher arz untersuchte Nansa, so heisst das maedchen und stellte tatsaechlich malaria fest.
er gab uns einen beutel mit medikamenten mit. insgesamt bezahlte ich knapp 2000 FCFA, um die 3 euro.
was mir erst klar wurde, als wir zurruck im zentrum waren: das legen der infusion mussten wir selbst machen! gottseidank haben wir hier 2 maedchen in der ausbildung zur krankanschwester, beide nicht aelter als 15 jahre, die sich der arbeit ohne mit der wimper zu zucken und sehr professionell annahmen.
Nansas Matratze wurde unter den ventilator gelegt, an dem der infusionsbeutel befestiggt wurde. den rest kennt man aus dem krankenhaus. ich konnte garnicht hin schauen!
ich war schwer beeindruckt von den faehigkeiten der krankanschwestern und der tapferkeit der patientin.

Auf den schock habe ich ganz schoen hunger bekommen, also habe ich souleymane ins hotel-restaurant joliba eingeladen.
wir waren bereits 2 mal dort und es ist wunderschoen da. das restaurant hat eine grosse terasse, die direkt am nieger liegt und wenn es dunkel ist, der fluss leise und schimmernd an einem vorbei zieht, die sterne am himmel funkeln und der kerzenschein in einer leichten briese flackert, kehrt der frieden ein und eine leicht melancholische stimmung macht sich breit.
fuer mich gabs aloco mit frittierten kartoffeln und rind-fleisch spiesse.
aloco ist meine lieblingsspeise hier. das sind frittierte speise-bananen. die unterscheiden sich von den "normalen" bananen in groesse und geschmack. aloco ka di!
auf dem gelaende um das restaurant herum stehen etwa 10 runde bungalows, die vermietet werden, ein swimmingpool ist auch dabei. nach dem essen haben wir uns mal eines der zimmer zeigen lassen, weil ich es atmosphaerisch fuer ein geeignetes hotel fuer meine eltern halte, aber die zimmer und vorallem die baeder haben mich nicht ueberzeugt.. es ist zwar nicht teuer, ca 20.500 FCFA pro nacht (ca 32 euro) fuer 2 personen, aber irgendwie asslig... hier hat man noch nicht so ganz ueberrissen, dass qualitaet gewinn bringt und eine regelmaessige pflege von gaestezimmern und vorallem der baeder sicher mehr kundschaft anziehen wuerde.
Leider konnte ich bisher noch kein foto von joliba machen, da ich bis jetzt immer nur nachts dort war. aber soul und ich machen bald mal eine hote-besichtigungs-tour bei tag. bin selbst gespannt, wie joliba bei tag aussieht und ob es seinen charme bewahrt.

nachdem wir gut gegessen hatten, sind wir noch zum friseur gefahren, einem freund von soul. soul kann es nicht leiden, wenn sein haar laenger als 5 millimeter lang ist.. ich haette den unterschied nicht bemerkt, wenn ich nicht dabei gewesen waere... ich durfte auch mal drueber rasieren!

Friseurstudio:



Am dienstag gelangen mir die ersten freundschaftlich tiefer gehenden kontakte mit den maedchen. es ist ganz einfach, kommt ganz natuerlich ohne zwang. es geht schnell, ein teil zu werden, als mitglied der gemeinschaft angesehen zu werden. wir haben zusammen in den schulheften und buechern gestoebert und ich bekam eine kleine lektion in bambara. danach haben wir gemensam fern gesehen. hier gibt es so eine franzoesische telenovela, auf die alle ganz wild sind. da war das gebruell gross, als wiedermal ein paar stromausfaelle alles in dunkelheit huellte  :-)
Spaeter wollte ich mit soul ins kino, aber das war geschlossen, wegen wartungsarbeiten.
statt dessen sind wir eis essen gegangen und haben uns dann einen gemuetlichen video-abend bei ihm gemacht. naja, gemuetlich.. ein vampier-film und ein horrorfilm (masks of horror) waren nicht gerade entspannend fuer die nerven, aber da wir alles auf franzoesisch gesehen haben, koente men sagen, es war ein kleiner "kurs" fuer mein franzoesisch-verstaendnis.. als er mich heim fuhr sagte er mir, dass dieser abend sehr wichtig fuer unsere freundschaft war, da ich bei ihm zuhause war, seine fotos angeschaut habe und wir gemeinsem fern gesehen haben. jetzt gaebe es keine fronten mehr, wie bei freunden, die sich seit kindheit auf kennen.
jetzt habe ich also einen besten freund, das ist schoen...

gestern, am donnerstag, gab es eine kleine tanz- auffuehrung. mariam hatte was mit den "kleinen" maedchen einstudiert, da es einen wettbewerb zwischen verschiedenen schulen geben wird. das sah schon sehr gut aus!



Am nachmittag hat mich knut abgeholt und wir haben uns im BUDO CLUB angemeldet, in einem fitness-studio! sonst schlaff ich hier noch ab! beweg mich wirklich nicht viel.. aber das wird sich jatzt alle aendern!!

nachdem wir bei ihm Nada, die riesige deutsche dogge gefuettert, einen kaffe getrunken und die 19.00 uhr nachrichten auf zdf gesehen hatten (um17.00 malischer zeit) machten wir uns auf den weg ins vergnuegungsviertel. jeden mittwoch trifft sich eine deutsche "community", die meisten arbeiten in der botschaft, zum gemeinsamen essen und anschliessendem billiard spielen in einem restaurant.
..fuer mich gibt es also 2 welten hier.. der malische, sehr bescheidene alltag und das "deutsche" leben in einem "fremden" land. ich bevorzuge ersteres. es ist schoen, sich ab und zu auf der eigenen sprache zu unterhalten, aber die "dekadente" art in diesem land zu leben stoesst mir manchmal auf, es hat leider oftmals etwas "respektloses", damit moechte ich mich nicht identifizieren. ich will das leben, wie es hier ist, auch wenn das viel anpassung verlangt. aber fuer mich ist es genau das, was den alltag so spannend macht und so viele tueren im kopf oeffnet.

Heute habe ich gemeinsam mit mariam meinen stundenplan geschrieben, falls es euch interressiert:


Emploi du temps
Anna  (Tel: 77860394)

temps
Lundi
Mardi
Mercredi
Jeudi
Vendredi
Samedi
Dimanche
10.00-12.00






Bricolage


Bricolage

12.00-17.00


Anna au 
BUDO CLUB


Anna au
BUDO CLUB


Anna au
BUDO CLUB



17.00-18.00






Volley
17.00-18.30

Basket
17.00-18.30
18.00-19.00

Computer

Computer
Française  (les petits)
18.00-19.30


Computer

























und hier noch was auf die ohren:

http://www.youtube.com/watch?v=NUGJ0uxKeIQ

auf bald, ihr lieben, treuen leser!